Meine persönliche Geschichte - Mein Sohn
1990 kam zu unserem damals 6-jährigen Sohn unser 4-jähriger Pflegesohn in die Familie. Er war ein aufgeweckter, neugieriger Junge – in seiner Entwicklung
war er um einiges hinter seinen Altersgenossen zurück. Bis zu seiner Einschulung hatte er sehr viel aufgeholt und er wurde in die Regelschule aufgenommen.
Trotz harter Arbeit, unzähliger Therapien und schulischer Förderung lernte er nicht Lesen und Schreiben. Mit 12 Jahren konnte er nicht besser lesen und schreiben, als am Anfang des zweiten Schuljahres. Obwohl seine Noten, bis auf Deutsch, recht ordentlich und in einigen Fächern sogar sehr gut waren, sollte er auf eine Förderschule wechseln.
Auf der verzweifelten Suche nach Hilfe las ich das Buch: „Legasthenie als Talentsignal” von Ron Davis. Die Probleme meines Sohnes hatte Davis so geschildert, als ob er ihn kennen würde. Das schien genau das zu sein, was wir in dieser Situation brauchten. Obwohl ich die Methode anfangs nicht verstand, fuhren wir zu einer Legasthenie-Beratungswoche nach Hamburg ins Davis-Institut.

